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Open-Government-Data-Portal lanciert

Open Government Data – die öffentliche Bereitstellung von Behördendaten für die Öffentlichkeit – wird auch in der Schweiz Realität. Anlässlich der Open Knowledge Conference in Genf hat das Bundesarchiv zusammen mit Projektpartnern ein Pilotportal für offene Behördendaten der Schweiz lanciert.

In Ländern wie den USA, Grossbritannien, Deutschland und Österreich und auch in der EU sind seit einigen Jahren Open-Government-Data-Projekte im Gang. Open Government Data (OGD) steht für die zentrale Veröffentlichung von Daten, die bei verschiedensten Behörden ohnehin vorhanden sind, damit sie für weitere Zwecke genutzt werden können. In der Schweiz wird OGD mit leichter Verzögerung nun ebenfalls vorangetrieben:

OGD in der Schweiz


Die Stadt Zürich eröffnete im Juni 2012 das erste OGD-Portal der Schweiz. Schweizweit ist OGD zurzeit Inhalt diverser politischer Vorstösse. Auch zivile Organisationen haben sich dem OGD verschrieben, zum Beispiel der Verein Open Data (www.opendata.ch). Weiter widmet sich ein priorisiertes Vorhaben im Rahmen der E-Government-Strategie Schweiz dem Thema. Dieses E-Government-Vorhaben, B2.12 Open Government Data, beinhaltet unter anderem den Aufbau eines OGD-Portals. Anlässlich der Open Knowledge Conference vom 16. bis 18. September 2013 wurde nun unter www.opendata.admin.ch ein OGD-Pilotportal lanciert. Dieses soll für mindestens sechs Monate in Betrieb bleiben.

Zentraler Zugang zu Behördendaten


Für diverse Bundesämter wie das Bundesarchiv, das Bundesamt für Statistik, das Bundesamt für Landestopografie swisstopo, das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz und die Nationalbibliothek gehört die Veröffentlichung von Daten zu den Kernaufgaben. Diese Ämter stellen nun auch Daten für das schweizerische OGD-Pilotportal Schweiz zur Verfügung. Der Kanton Zürich soll demnächst ebenfalls Datensätze beisteuern.

Das Pilotportal soll erste Erfahrungen mit OGD ermöglichen. Parallel dazu erarbeitet das Informatikstrategieorgan des Bundes ISB zurzeit eine nationale OGD-Strategie. Ab 2015 soll eine OGD-Fachstelle die Umsetzung des OGD in der Schweiz übernehmen.

Grosses Potenzial


Das Potenzial des OGD ist weitgehend unbestritten. Es soll einen wirtschaftlichen Nutzen stiften, indem es innovative Anwendungen ermöglicht und eine Grundlage für wissensbasierte Gesellschaften darstellt. Auch ein politischer Nutzen wird erwartet, indem OGD Transparenz schafft und die Partizipation und Kollaboration der Bevölkerung fördert. Drittens wird OGD als Mittel und Ausdruck der Verwaltungsmodernisierung verstanden:

Seit 2006 berechtigt das Bundesgesetz über das Öffentlichkeitsprinzip die Bevölkerung grundsätzlich zum freien Zugang zu amtlichen Dokumenten. Die Lancierung des OGD-Portals markiere nun den Übergang „Von Push zu Pull“, schreibt ein Vorstandsmitglied des Vereins Open Data, der sich ebenfalls am Aufbau des OGD-Pilotportals beteiligt hat, in der Zeitschrift „Netzwoche“. Die Behörden gewährten nun den Datenzugang nicht mehr nur aufgrund konkreter Anfragen, sondern stellten sämtliche Daten aktiv und im besten Fall in maschinenlesbarer Form bereit. Nur so könnten mit vertretbarem Aufwand innovative Datennutzungen entstehen.

Offene Fragen


Ein Bericht zum aktuellen Stand von OGD in der Schweiz, den der Bundesrat am 13. September 2013 veröffentlicht hat, beleuchtet neben den Chancen auch Risiken und offene Fragen zum OGD. Ein mögliches Risiko besteht im Bereich des Datenschutzes, wenn jemand die eigentlich anonymisierten Daten so verknüpft, dass ein Rückschluss auf Personen möglich wird. Verwaltungsinterne Massnahmen sollen dieses Risiko minimieren.

Eine offene Frage sieht der Bericht auch darin, wer die Kosten für das OGD trage. Zudem könnten durch die kostenlose Bereitstellung der Behördendaten für die Behörden Gebühreneinnahmen entfallen. Es stelle sich die Frage, wie sich ein allfälliger Wegfall von Gebühreneinnahmen kompensieren lasse. Solche Fragen zu klären, ist eine der Aufgaben des E-Government-Vorhabens „B2.12 Open Government Data“.



Weitere Informationen:


Datum der Neuigkeit 17. Sept. 2013