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Schweiz – fit für die digitale Zukunft, aber …

Die Schweiz ist bereit für die digitale Zukunft. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des World Economic Forums WEF. Insgesamt liegt die Schweiz im weltweiten Ländervergleich auf dem ausgezeichneten sechsten Platz. Allerdings sei die IKT hierzulande teuer. Zudem habe die Regierung die Bedeutung der IKT zu wenig erkannt, und sie fördere sie zu wenig, besagt die Studie.

Das WEF (World Economic Forum) hat zusammen mit der Business School Insead und der Cornell University den „Global Information Technology Report 2014“ veröffentlicht. Der Bericht präsentiert die Ergebnisse eines Rankings mit dem Networked Readiness Index (NRI):

Reif für die IKT?


Der Networked Readiness Index beurteilt die „Reife“ und Innovationsfähigkeit eines Landes im Umgang mit der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Er stützt sich auf vier Subindizes:
  • Rahmenbedingungen (Politik-, Gesetzgebungs- Wirtschafts- und Innovations-Umfeld)
  • Bereitschaft (Infrastruktur, verfügbare Inhalte, Erschwinglichkeit/Preise der IKT und Fähigkeiten/Bildungsstand)
  • Nutzung der IKT durch die Individuen, die Wirtschaft und die Behörden
  • Wirtschaftliche und soziale Wirksamkeit der IKT („Impakt“).

Um den Stand eines Landes in den vier Bereichen zu bewerten, wurden 10 „Stützpfeiler“ (Bereiche) identifiziert, die ihrerseits anhand von insgesamt 54 Indikatoren beurteilt wurden. Das Datenmaterial stammt einerseits aus einer Befragung der WEF-Teilnehmer, andererseits aus Drittstudien.

Platz 6 für die Schweiz


Die Schweiz schneidet insgesamt ausgezeichnet ab. Sie liegt im Gesamtranking auf Platz 6 und wird von den Autoren als eines von vier westlichen Ländern gelobt, die es auf die Top-Ten-Plätze geschafft haben. Diese Länder hätten das Potenzial der ICT erkannt, um eine wirtschaftliche und soziale Revolution herbeizuführen, und hätten deshalb grosse Investitionen in die Entwicklung ihres digitalen Potenzials getätigt.

Die Schwächen der Schweiz


Das positive Gesamtergebnis der Schweiz darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie in einzelnen Bereichen erschreckend schlechte Werte erzielt. Ein solcher Bereich ist die Preissituation und damit die Erschwinglichkeit der IKT. Hier landet die Schweiz gerade einmal auf Platz 66. Dieser Wert basiert auf den Indikatoren Mobiltelefonie-Tarife pro Minute, Festnetz-Breitband-Internettarife pro Minuten und Wettbewerb im Internet- und Telefoniesektor.

Als weitere Schwäche der Schweiz wird die mangelnde Nutzung der IKT durch die Behörden identifiziert. Hier liegt die Schweiz auf Platz 35. Diese Bewertung basiert auf zwei Aussagen aus der WEF-Umfrage und auf einer UNO-Studie zum eGovernment-Angebot für die Bevölkerung aus dem Jahr 2012. In der UNO-Studie lag die Schweiz auf dem Platz 15 der 193 Mitgliedstaaten. In der WEF-Umfrage wurde kritisiert, die Regierung messe in ihrer Zukunftsvision der IKT zu wenig Bedeutung zu und fördere die IKT zu wenig. Bescheiden ist auch der soziale Impakt der IKT. Hier liegt die Schweiz auf Platz 26.

Big Data – das Öl der Zukunft?


Der WEF-Bericht enthält neben der NRI-Studie acht Artikel von Wirtschafts- und Politik-Leadern, welche die Frage der IKT-Reife aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. An die Stelle von IKT rückt dabei die Bezeichnung „Big Data“. Big Data sei die Kern-Ressource – das Öl oder Gold der Zukunft, meinen die Autoren. Immer mehr Dinge und immer mehr Menschen werden ans Internet angeschlossen und produzieren dabei Unmengen von Daten. Erfolgreich seien Unternehmen und Länder, denen es gelinge, die grosse Masse der vorhandenen Informationen gewinnbringend zu nutzen und dabei den Individuen höchstmöglichen Datenschutz zu gewährleisten.

Weitere Informationen:


Datum der Neuigkeit 28. Apr. 2014