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24.03.2017 13:10:23


Aufbruchstimmung in Pratteln – der neue Webauftritt illustriert und kommuniziert


Mit grossem Elan hat Sandra Meier als neue Leiterin Kommunikation der Gemeinde Pratteln die Erweiterung von www.pratteln.ch realisiert. Seit November 2013 ist die erweiterte Website online. Pratteln bietet nun auch eine iOS- und eine Android-App an. Die Leiterin Kommunikation freut sich über den entstandenen Austausch mit der Bevölkerung und baut die Online-Mobile-Dienste weiter aus.

Blick vom Rebhäuschen Hagenbächli auf die wachsende Gemeinde Pratteln
Blick vom Rebhäuschen Hagenbächli auf die wachsende Gemeinde Pratteln. (Foto: diffrent design gmbh, Pratteln, Roger Fiechter, 2013)



i-web: Sie sind Leiterin Kommunikation und Webmasterin der Gemeinde Pratteln. Welche Rolle spielt der Webauftritt für Gemeinden?
Sandra Meier: Eine gute Online-Kommunikation kann den Verwaltungsaufwand verringern. Wenn wir zum Beispiel die Anmeldung für einen Sportkurs über den Webauftritt ermöglichen, erspart sich der Online-Kunde den Weg zum Briefkasten. Die Gemeinde erspart sich die interne Postverteilung, denn die Anmeldung kommt elektronisch direkt zur richtigen Person.

Zweitens übernimmt der Webauftritt eine wichtige Funktion in der Kommunikation der Verwaltung. Als Leiterin Kommunikation möchte ich das Web als wichtigsten Kommunikationskanal etablieren. Dies bedingt, dass wir Dienstleistungen online anbieten; dass wir gleiche Inhalte auf verschiedenen Kanälen kommunizieren; dass wir regelmässig News veröffentlichen. Für eine grössere Stadt ist dies vielleicht selbstverständlich. Für uns ist es ein Novum.

Drittens hat der Webauftritt für Gemeinden auch eine wichtige Image-Aufgabe. Pratteln präsentiert sich als ein guter Wirtschaftsstandort mit hervorragender Verkehrslage, der sich stark weiterentwickelt, mit schönen Wohnlagen und attraktiven Naherholungsräumen. Wir möchten dieser Gemeinde im Webauftritt ein pfiffiges Kleid verleihen. Wer zum Beispiel nach Pratteln zuzieht, soll ein möglichst breites Bild davon erhalten, was Pratteln ist und was wir anbieten.

i-web: Seit dem 5. November 2013 hat die Website der Gemeinde Pratteln ein neues Design und eine neue Struktur. Welches waren hier für Sie die Schwerpunkte?
Sandra Meier: Wir wollten die historisch gewachsene Struktur des Webauftritts überarbeiten und den Webauftritt übersichtlicher gestalten. Sie soll ein möglichst breites Spektrum unserer Freizeitangebote zeigen, und sie soll die Aufbruchstimmung abbilden, in der sich Pratteln befindet: Wir setzen in den nächsten vier Jahren fünfzehn Bauprojekte um, darunter auch drei neue Hochhäuser mit vielen Wohnungen. Schliesslich sollte die neue Website attraktiv sein und zum Verweilen einladen.

i-web: Wie erreicht man das?
Sandra Meier: Da spielen die Bilder eine Schlüsselrolle. Wir liessen die Bilder von einem Profi erstellen. Die Bildcollage auf der Frontseite zeigt die Bandbreite unserer Vorortsgemeinde, die den Weg von der Industrie zur Dienstleistung geschafft hat und jetzt den Sprung vom Dörflichen zum Urbanen vollzieht. Wir wollten zeigen, was die Leute verbindet, die hier wohnen: die Vereine, die Traditionen, aber auch der soziale Zusammenhalt. Ich begleitete mit dem Fotografen den Mahlzeiten-Dienst, der seinen Kunden jeden Tag das Mittagessen persönlich an die Haustür bringt.

Besonders schön ist auch der alte Dorfkern. Und dann der Gegensatz dazu: die Autobahnraststätte, die viele Leute aus der Schweiz kennen, die aber keinen Blick auf das sehenswerte Pratteln zulässt. Eines meiner Lieblingsbilder verkörpert das Historische, Liebliche und Gegensätzliche besonders deutlich: die Aufnahme des Rebhäuschens Hagenbächli, von dem aus man auf die wachsende Gemeinde heruntersieht.

i-web: Sie haben die Gemeinde offenbar sehr gern.
Sandra Meier: Ich bin hier aufgewachsen.

i-web: Braucht es das für ein solches Projekt?
Sandra Meier: Einen schönen Webauftritt kann man auch gestalten, wenn man nicht in der Gemeinde aufgewachsen ist. Aber es gab mir vielleicht den Ansporn, es besonders gut machen zu wollen, für dieses Dorf, das mir vieles ermöglicht hat und wo ich viele schöne Momente erlebt habe.
Auch der Gemeinderat war aber in die Entwicklung der Website involviert und lieferte wertvolle Beiträge dazu.

i-web: Haben Sie Rückmeldungen zum Webauftritt erhalten?
Sandra Meier: Ja, von allen Seiten: von Vereinen, von der Politik, von Kollegen. Wir haben viel Lob erhalten, aber auch einige gute Verbesserungsvorschläge. So haben wir zum Beispiel bei den Schnellzugriffen die Vereinsliste noch hinzugefügt.

Ein weiterer Schwerpunkt war für uns der Ausbau des Dienstleistungsangebots. Wir haben zum Beispiel die Quartierpläne online geschaltet. Wir haben zusätzliche Terminerinnerungs-Dienste aktiviert und informieren regelmässig im lokalen Anzeiger über dieses Angebot. Wenn wir einen Kurs anbieten oder eine Aktion durchführen, wie zum Beispiel kürzlich die Birnel-Aktion, schalten wir nun immer auch ein Online-Formular auf.

i-web: Seit dem 27. November 2013 ist nun auch die iOS und die Android-App im App- und Play-Store erhältlich. Welche Bedeutung hat für Sie dieser Kanal?
Sandra Meier: Hier erreichen wir Leute, die primär Mobilgeräte nutzen. Wir bieten ihnen die Neuigkeiten an, und all die Informationen für unterwegs: Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Firmen.

i-web: Warum haben Sie sich für die App der i-web entschieden?
Sandra Meier: Wir wollten für die App keinen zusätzlichen Anbieter zuziehen. Die Inhalte werden bei i-web ja von der Website übernommen. Da stellen sich für uns aber auch wieder neue Herausforderungen: Ein Text, der für die Website tauglich ist, funktioniert nicht unbedingt auch in der App. Für die App brauchen wir beispielsweise bei den Sehenswürdigkeiten oder der Ortsgeschichte sehr kurze, prägnante, gut strukturierte Inhalte. Da befinden wir uns in einem Lernprozess.

Wir achten auch vermehrt darauf, dass wir im Online-Schalter beschreibbare Formulare aufschalten, die man gleich in der App ausfüllen und übermitteln kann. Es wird sich zeigen, ob die Leute diese Möglichkeit nutzen.


Das Themen-Modul als Herausforderung


Die Gemeinde Pratteln hat im Rahmen des Redesigns das Themen-Modul in den Webauftritt eingebaut. Ziel dieses Moduls ist es, zusätzliche Zugangswege zu den Inhalten zu schaffen, die sich stärker an der Erfahrungswelt der Benutzer/-innen orientieren. Das Modul füge sich sehr harmonisch in den Webauftritt ein, freut sich die Webmasterin, „klar, schön, farblich abgestimmt und übersichtlich“. Es bedingt aber klar eine noch stärkere Vernetzung der Inhalte. Das Modul kommt nur dann zur Geltung, wenn viele Inhalte einem bestimmten Thema zugewiesen werden können. Und diese Inhalte müssen zuerst erstellt werden.

Das Erstellen der Themenstruktur empfand sie als Herausforderung. Für den Fotoauftrag an den Fotografen musste sie die künftige Themenstruktur des Webauftritts im Voraus bestimmen. Weil der Webauftritt ohne Unterbruch weiterbetrieben wurde, bereitete i-web die neue Struktur im Hintergrund vor und schaltete sie dann direkt online. „Das setzte eine grosse Leistungsbereitschaft auf beiden Seiten voraus“, erinnert sich die Webmasterin.



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