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21.09.2017 07:14:25


„Bei i-web ist vieles bereits vorgedacht“ – die Erfahrungen der Stadt Wil mit dem GemWeb/CityWeb


Die Stadt Wil und die Gemeinde Bronschhofen haben sich per 1. Januar 2013 vereint. Aus diesem Anlass erneuerte Wil 2014 den Webauftritt. Als Instrument dafür wählte sie das GemWeb/CityWeb der i-web. Wir fragten den Informatikleiter, Kurt Hanselmann, nach den Erfahrungen.

Portraet Kurt Hanselmann
Kurt Hanselmann, Leiter Informatik, Stadt Wil: «i-web weiss, wie eine Stadt funktioniert.»



i-web: Warum hat die Stadt Wil für den neuen Webauftritt das GemWeb/CityWeb gewählt?
Kurt Hanselmann: Die bisherige Website war überladen und langsam. Wir wollten uns technologisch auf den neusten Stand bringen. Wir haben jedoch nicht die Ressourcen, um ein eigenes Instrument aufzubauen. i-web weiss, wie eine Stadt funktioniert. Im GemWeb/CityWeb ist vieles schon vorgedacht und speziell für Städte und Gemeinden vorgefertigt.

i-web: Welche Bedeutung hat der Webauftritt für die Stadt Wil?
Kurt Hanselmann: Eine sehr zentrale. Die Printmedien drucken heute oft nur noch Kurzfassungen unserer städtischen Mitteilungen ab. Im Webauftritt haben wir es selber in der Hand, unsere Kunden so zu informieren, wie wir das wollen.

i-web: Welche Rolle hatten Sie als Informatik-Leiter beim Aufbau des neuen Webauftritts?
Kurt Hanselmann: Ich war Ko-Projektleiter und verantwortlich für die Technik-Koordination. Für die Inhalte war unser Kommunikations-Leiter zuständig. Unter anderem kümmere ich mich bis heute um den Ausbau des Online-Schalters:

In den letzten Jahren begannen wir uns zu fragen, ob unsere Schalteröffnungszeiten noch genügend kundenfreundlich sind. Mit dem Online-Schalter erübrigt sich diese Frage. Deshalb möchten wir es unseren Kunden ermöglichen, möglichst viele Dienste vollständig online zu erledigen. Im GemWeb/CityWeb können wir auf einen grossen Stock an vorgefertigten Online-Formularen zurückgreifen.

i-web: Das Angebot an Online-Formularen im Wiler Online-Schalter ist jedenfalls beachtlich.
Kurt Hanselmann: Wir möchten es aber noch stark ausbauen. Ich kläre zusammen mit den Abteilungen, welche Dienste künftig via Online-Formular angeboten werden können.

i-web: Werden die Online-Formulare genutzt?
Kurt Hanselmann: Ja. Für die Kunden sind sie praktisch, vor allem wenn auch die Gebühren gleich online bezahlt werden können. Wir haben ja zusammen mit dem Online-Schalter auch das i-Payment eingeführt.

i-web: Schrecken die Benutzer vor Online-Zahlungen nicht zurück?
Kurt Hanselmann: Nein. Das ist heute kein Thema mehr. Man ist froh, wenn man gleich bezahlen kann. Dann hat man das erledigt.

i-web: Müssen Sie die Abteilungen von den Online-Formularen überzeugen?
Kurt Hanselmann: Nein. Die Abteilungen sehen, dass die Online-Schalter-Dienste bei der Bevölkerung gut ankommen. Auch für die Abteilungen selber vereinfachen sich die Abläufe. Früher gab es zum Beispiel jeweils anfangs Jahr einen erheblichen Personenauflauf am Schalter, weil die Gebührenmarken auf den Abfallcontainern erneuert werden müssen. Dieses Jahr haben wir frühzeitig ein Online-Formular mitsamt Online-Zahlung dafür bereitgestellt. Dies hat den Andrang am Schalter deutlich reduziert.

Gelegentlich gibt es noch Diskussionen, weil die Abteilungen individuelle Formularfelder wünschen oder weil sie sagen, dass sie eine Unterschrift brauchen, damit der Auftrag rechtsgültig wird. Die Unterschrift ist jedoch oft nicht gesetzlich notwendig. Im schlimmsten Fall bezahlt einmal jemand eine Gebührenrechnung nicht. Aber so gross ist dieser Schaden nicht.

Einen Punkt müssen wir aber vielleicht nochmals überdenken: Zurzeit ist bei uns auch für einfache Online-Schalter-Dienste ein Bürgerkonto notwendig, damit sich die Fälle verschlüsselt abwickeln lassen. Vielleicht hält dies jedoch einzelne Personen von der Nutzung des Online-Schalters ab.

i-web: Sie haben ja zusammen mit dem Webauftritt auch ein SuisseID-Gratis-Angebot für die Bevölkerung lanciert.
Kurt Hanselmann: Ja. Wir haben einige Bilder im Webauftritt versteckt. Wer eines findet, bekommt gratis eine SuisseID. Bisher haben aber erst 50 Personen eine SuisseID bestellt. Das liegt sicher nicht an unserem Webauftritt. Die SuisseID hat sich in der Schweiz noch nicht genügend etabliert.

i-web: Am Tag der Online-Schaltung ist im St. Galler Tagblatt ein ausführlicher Bericht erschienen, der unter anderem das e-Konto, das Vereinskonto und die Firmenseiten mit Firmenkonto vorstellte.
Kurt Hanselmann: In diesem Fall hat die Zeitung unseren Bericht eins zu eins abgedruckt. Die Vereine haben wir zusätzlich direkt angeschrieben und dazu eingeladen, ihre Vereinsseite zu aktualisieren und künftig ihre Vereinsanlässe auszuschreiben.

i-web: Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit dem Projektleiter und der Designerin der i-web erlebt?
Kurt Hanselmann: Ich war schon zum dritten Mal am Aufbau eines Webauftritts beteiligt. Der Designprozess ist noch nie so schlank verlaufen. Sicher haben wir auch selber inzwischen gelernt, worauf wir schauen müssen, und wir haben unsere Erwartungen deutlicher formuliert. Die Designerin hat unseren Input dann aber auch sehr gut umgesetzt. Sie hat einen traditionelleren und einen moderneren Designvorschlag erstellt. Der modernere hat bei unserer Projektgruppe wie auch beim Stadtrat sofort eingeschlagen. Damit war schon sehr viel gewonnen.

Beim Projektleiter Guido Zibung war es besonders hilfreich, dass er schon viele solche Projekte begleitet hat und weiss, worauf es bei einer Stadt ankommt. Das war sehr zeitsparend, weil wir nicht viel erklären mussten. Der Support via Support-Ticketing funktioniert ebenfalls gut. Manchmal kann einer unserer Wünsche nicht eins zu eins umgesetzt werden. Aber unsere Bedürfnisse werden aufgenommen und fliessen vielleicht in kommende Releases ein.


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