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Personal-Rekrutierung und Standortmarketing: «Ein ansprechender SchulenWeb-Auftritt kann viel bewirken»


Marianne Zingg leitet das Ressort Personelles in der Schulpflege der Primarschule Dielsdorf. Zu ihrem Aufgabenbereich gehört auch der Webauftritt, den sie selber administriert. Im Februar 2016 hat dieser Webauftritt ein neues Design erhalten.

Marianne Zingg
Marianne Zingg, Schulpflegerin und Webmasterin Schule Dielsdorf: «Alle Stellenbewerbenden hatten den Imagefilm im Webauftritt bereits gesehen.»



i-web: Was zeichnet die Primarschule Dielsdorf aus? Marianne Zingg: Dielsdorf ist relativ ländlich. Wir haben die gleichen Probleme wie städtische Schulen, aber in kleinerem Ausmass. i-web: Was bedeutet Ihnen persönlich die Primarschule Dielsdorf? Marianne Zingg: Ich bin seit 2003 Schulpflegerin. Inzwischen identifiziere ich mich stark mit der Schule und setze mich sehr für sie ein. Da ich für das Ressort Personelles verantwortlich bin, liegt mir das Personal ganz besonders am Herzen. Ich glaube, sagen zu dürfen, dass wir ein sehr gutes Team haben, das altersdurchmischt ist und das Hand in Hand zusammenarbeitet. i-web: Wie kamen Sie zu Ihrem Amt? Marianne Zingg: Ich wurde anlässlich einer Ersatzwahl im Dorf angefragt, ob ich mich zur Verfügung stellen würde. Damals waren meine Kinder im Schulalter. Man sagt, es daure mindestens eine Amtsperiode, bis man eingearbeitet ist. Also kandidierte ich zur Wiederwahl und blieb seither im Amt. i-web: Sie haben als Leiterin des Ressorts „Personelles“ sehr viele Aufgaben, von der Stellenplanung über die Personalrekrutierung bis zu den Tagesstrukturen. Marianne Zingg: Das Aufgabenfeld ist sicher breit, aber unsere Arbeitsbelastung hat stark abgenommen, als 2008 aufgrund des neuen Zürcher Volksschulgesetzes die Schulleitung institutionalisiert wurde. Früher waren die Mitarbeitenden direkt der Schulpflege unterstellt. Diese Funktion hat nun die Schulleitung inne. Das ist eine grosse Entlastung. i-web: Auch der Webauftritt gehört zu Ihrem Aufgabenbereich. Welche Rolle spielt heute der Webauftritt für eine Schule? Marianne Zingg: Eine Homepage ist heute ein absolutes Muss für eine Schule. Ich habe 2008 selber den Anstoss dafür gegeben, dass die Schule einen eigenen Webauftritt erhielt. Jede Stellensuche beginnt heute im Internet. Das ist auch bei Lehrpersonen so. Im Schulbereich ist ja die Situation auf dem Stellenmarkt auch heute noch schwierig. In dieser Situation kann ein ansprechender Schulauftritt viel bewirken. Bei den diesjährigen Bewerbungsgesprächen wollten wir den Lehrpersonen Ausschnitte aus unserem Imagefilm zeigen, den wir im Webauftritt publiziert haben. Es zeigte sich, dass ausnahmslos alle den Film im Webauftritt gesehen und ihn sich bereits angeschaut hatten. i-web: Sind stellensuchende Lehrpersonen das wichtigste Zielpublikum des Webauftritts? Marianne Zingg: Für mich stehen sie aufgrund meines Ressorts im Vordergrund. Allgemein spielt aber das Internet in unserer Gesellschaft eine Schlüsselrolle. Ich sehe das bei mir selber: Wenn ich in einer Sitzung ein Dokument brauche, lade ich es aus dem Webauftritt herunter. Für den Zugang zu unserem Intranet verwende ich den Link in unserem Webauftritt. Sicher informieren sich auch Eltern, die nach Dielsdorf ziehen wollen, im Webauftritt über das Angebot der Schule. i-web: Die Primarschule Dielsdorf ist seit 2009 mit dem SchulenWeb online. Waren Sie schon damals für den Webauftritt zuständig? Marianne Zingg: Weil ich mich für den eigenen Webauftritt der Schule eingesetzt hatte, blieb auch bei der Umsetzung einiges an mir hängen. Nach der Online-Schaltung wollten wir die Administrationsarbeiten aber eigentlich an die Schule übergeben. Die Idee war, dass die Lehrpersonen auch aktuelle Fotos von Seiten der Schule publizieren sollten. Doch dann wurde bekannt, dass von Kindern keine Fotos publiziert werden dürfen, sofern keine ausdrückliche Einwilligung der Eltern vorliegt. Auch wenn wir das Einverständnis der Eltern einholen, so sind wir doch sehr vorsichtig und verzichten weitgehend auf die Veröffentlichung von Fotos von unseren Schülerinnen und Schülern im Webauftritt. Damit entfielen die Gründe für einen Wechsel, und ich blieb Webmasterin. Wir merkten auch, dass es besser ist, wenn alle Fäden bei einer Person zusammenlaufen. Die Kinderfotos im aktuellen Webdesign sind übrigens eingekauft. Das sind also keine Dielsdorfer Kinder. i-web: Im Februar 2016 hat die Primarschule Dielsdorf ja im Webauftritt ein neues Design aufgeschaltet. Was gab den Anstoss zu diesem Projekt? Marianne Zingg: Es war klar, dass wir den Webauftritt modernisieren wollten. Eigentlicher Auslöser war dann aber das Redesign des Gemeinde-Auftritts. Uns gefiel das neue Design sehr, das die Gemeinde im Februar 2015 online schaltete. Unser Logo haben wir parallel dazu ebenfalls erneuert. Das neue Schul-Logo ist im gleichen Stil gehalten wie dasjenige der Gemeinde, des Seniorenrats und der Bibliothek, mit denen wir ein einheitlicheres Auftreten vereinbart hatten. Für den Webauftritt standen wir nun vor der Entscheidung, entweder ein Redesign mit einem eigenständigen neuen Design zu realisieren oder ein an die Gemeinde angelehntes neues Design umzusetzen. Für die Entscheidung schauten wir uns Referenzen für beide Lösungsansätze an. Nach Rücksprache mit dem Gemeinderat entschied sich die Schulpflege für ein angelehntes Design mit einer farblichen Differenzierung. i-web: Der Webauftritt wurde auch inhaltlich überarbeitet. Welches waren hier die Ziele? Marianne Zingg: Wir wollten das Informationsangebot erweitern und überarbeiteten deshalb die Navigationsstruktur. Unter anderem sind die Informationen zu den Tagesstrukturen, zu den Freizeitkursen, zum Schülerrat und zum Organigramm neu hinzugekommen. Zudem hatten wir früher keinen Online-Schalter. Der Online-Schalter wurde bei der Projektarbeit mit i-web zum Thema. Wir kamen zum Schluss, dass ein Online-Schalter heute angemessen ist. Im Moment werden noch nicht sehr viele Formulare online übermittelt. Einerseits bringt man ein Formular in einem Dorf auch einmal persönlich am Schalter vorbei. Andererseits gehören Um- und Zuzugsmeldungen, die wir online anbieten, bei uns nicht zum Tagesgeschäft. Diverse andere Formulare müssen die Eltern herunterladen und per Post schicken, weil wir hier eine handschriftliche Unterschrift möchten. i-web: Wie haben Sie insgesamt das Redesign-Projekt erlebt? Marianne Zingg: Ich hatte es etwas unterschätzt. Die inhaltliche Erweiterung war anspruchsvoll. Erschwerend kam hinzu, dass wir eine Fotografin damit beauftragt hatten, die Schulgebäude zu fotografieren. Leider spielte das Wetter nicht mit. So musste der Fototermin mehrmals verschoben werden. Im letzten Moment kamen dann die neuen Bilder. Die Arbeit konzentrierte sich schliesslich stark auf die letzte Woche vor der Online-Schaltung. i-web: Hat es sich gelohnt? Sind Sie zufrieden? Marianne Zingg: Der neue Auftritt gefällt mir sehr, und das Feedback war positiv. Aus dem Schulpflege-Team habe ich direkt positive Rückmeldungen erhalten. Das positive Feedback der Lehrpersonen überbrachte uns die Schulleitung. i-web: Gibt es Tipps, die Sie anderen Schulen weitergeben möchten? Marianne Zingg: Der Webauftritt kann bei der Personalsuche helfen. Wir gingen dieses Jahr sehr spät auf den Markt mit unseren Stellenangeboten. Dennoch haben wir alle Stellen besetzt. Einen Imagefilm könnte ich ebenfalls jeder Schule empfehlen. Ein solcher Film kann breit genutzt werden und spricht auch Kinder an. Wir hatten beim Erstellen des Films den Vorteil, dass ein ehemaliger Videojournalist bei uns arbeitet. i-web: Wie sehen Sie die weitere Entwicklung des Webauftritts? Haben Sie Ausbaupläne? Marianne Zingg: Im Moment sind wir zufrieden mit dem neuen Auftritt und möchten nichts ändern. Doch die Welt des Internets bewegt sich schnell. Sicher wird es in wenigen Jahren wieder völlig neue Anforderungen geben, die ich heute nicht voraussehen kann. i-web: Das wird dann vielleicht wieder Anlass geben für ein Redesign. Werden Sie dann noch für den Webauftritt zuständig sein? Marianne Zingg: (lacht) Irgendwann werde ich als Schulpflegerin sicher Platz machen für eine jüngere Person, die wie ich damals Kinder im Schulalter hat und so den Puls des Schulbetriebs im Alltag miterlebt.